Miami Beach – 10 MUST-DOs für Reisende

Schon mal in Miami Beach gewesen? Oder planst Du gerade einen Urlaub dorthin? Dann kommen hier ein paar Fakten, die sicher sehr hilfreich für Dich sind.

Sonne und Lebensfreude im Übermaß

Waren es die Kubaner mit ihren Rhythmen und ihrem fröhlichen Lebensstil, die Miami zu dem gemacht haben, was es heute ist? Oder waren es doch die von überall her zugewanderten Amerikaner und Europäer? Möglicherweise ist es die Mischung aus beidem, denn in der zweitgrößten Metropole Floridas verschmelzen kulturelle Einflüsse mit alten Gewohnheiten und Traditionen.

Der von edlen Wolkenkratzern gesäumte Financial District und seine einladenden Shoppingmalls bilden einen elegant-nüchternen Kontrast zum sonst so lebensfrohen Miami Beach. Am bekanntesten sind die Bereiche Little Havana, Art Deco District und die kilometerlange Strandpromenade, an der man von einem angenehmen Sonnenbad bis hin zu einem traumhaften Sonnenuntergang alles geboten bekommt.

Miami darf stolz sein, denn die Stadt besitzt nicht nur den weltweit größten Kreuzfahrtenhafen, sondern ist außerdem auch der perfekte Ausgangspunkt für herrliche Ausflüge.

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Stadtrundfahrt Miami

Natürlich durfte auch eine Stadtrundfahrt durch Miami nicht fehlen, eigentlich stehe ich ja nicht so auf die “belanglosen” Touristenführungen, aber diesmal war es ein absolutes Muss, in kurzer Zeit möglichst viele Orte zu sehen.

Miami BeachDie Miami-Stadtrundfahrt dauert ungefähr sieben Stunden, während denen man die beliebten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in Miami bestaunen kann. Dazu gehören zum Beispiel die Stadtviertel Little Havana, South Beach und Coral Gables. Selbstverständlich schaut man sich auch das berühmte Art Deco District an oder den Bayside Marketplace, wo man zusätzlich mit einem Ausflugsboot die Biscayne Bay passiert und an den sagenhaften Villen der Stars vorbeifährt. Los geht die Miami-Stadtrundfahrt an der Collins Avenue.

 

Bootstour Miami – Biscayne Bay, das kleine Extra der Stadtrundfahrt

Die Bootstour kann man machen, muss man aber nicht unbedingt. Klar sieht man ein wenig mehr vom Meer und hat einen guten Blick auf Fisher Island und die Häuser der “Reichen” und “Schönen”, aber ansonsten gondelt man lediglich übers Meer und kann teure Cocktails trinken und sich die Haare vom Wind durcheinander pusten lassen, wenn man während der Bootstour oben an Deck steht.

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Ausflug nach Key-West

Ein Tagesauflug führte nach Key West, insgesamt hatten wir acht Stunden Busfahrt für die komplette Tour und fünf Stunden Aufenthalt in Key West. Die Fahrt dahin war wirklich faszinierend, leider konnte man durch die abgedunkelten Fenster des Busses keine Fotos machen. Aber irgendwann möchte ich da unbedingt mal im Auto entlangfahren und meine Kamera zücken …

Key West ist der westlichste Punkt der Florida Keys-Inselkette. Diesen Punkt erreicht man über sage und schreibe 42 Brücken. Der Name der Insel sorgt bei einigen Touristen für Verwirrung, denn nicht das Wort „Key“, die englische Bezeichnung für „Schlüssel“, ist hier der Pate, sondern vielmehr ist es der spanische Begriff „Cayo“, zu Deutsch „kleine Insel“, dem die Insel ihren Namen zu verdanken hat.

Die Insel ist definitiv einen Ausflug wert, aber ich war nahezu erschlagen von den Touristenmassen. Eigentlich lebt die Insel nur für die Touristen, was ich immer etwas schade finde. Aber in Key-West gibt es wunderschöne Häuser im alten Stil, die Zeit scheint dort stehen geblieben zu sein.

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Hemingway war ja äußerst angetan von dieser Insel und verbrachte dort zehn Jahre seines Lebens. Ich hab sein Haus leider nur von außen gesehen, denn dort standen so viele Leute an, dass ich schließlich daran vorbeigegangen bin, aber dafür habe ich meine Höhenangst überwunden und bin die 80 engen Treppenstufen auf den Leuchtturm gestiegen – die Aussicht war grandios und hat sich wirklich gelohnt.

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Ungewollter Ausflug …oder meine Meinung zu Verlassen Sie die Touristen-Viertel nicht

Da ich mich an einem Tag ziemlich verlaufen hatte, kam ich ungewollter Weise in ein ärmeres Wohnviertel, welches ich wohl sonst niemals entdeckt hätte bzw. wo ich bewusst nie hingegangen wäre, weil man laut Reiseführern die Touristenviertel auf keinen Fall verlassen sollte. Aber gerade in diesem Wohnviertel kam es während meiner Reise zum herzlichsten Kontakt, den ich hatte. Ich kam mit zwei spanisch sprechenden älteren Männern in Kontakt, die sich angeregt mit mir über die vielen Straßenkatzen in diesem Viertel unterhalten haben. Es war einfach nur wirklich herzlich, wir mussten alle drei viel lachen, denn ich kann kein Spanisch und die beiden sprachen nur sehr schlechtes Englisch.

Aber es ging irgendwie und es hat mich in meiner Meinung bestärkt, dass eben das reine Tourismusreisen nichts für mich ist, ich brauche das echte Leben in den jeweiligen Ländern, den Alltag, so, wie er nun mal ist. Mitunter kommt man dann zwar möglicherweise in Situationen, die schwer tragbar sind (wie etwa Bettler, die auf den Straßen schlafen etc.), aber es zeigt das wirkliche Land und nicht nur die schöne künstliche Fassade, die man sonst als Tourist zu sehen bekommt.

wynwood Kunst & Art & Design Viertel in Miami

Da kann man sich wirklich gut und lange aufhalten und es gibt jede Menge zu entdecken …

wynwood

http://www.wynwoodmiami.com/

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Holocaust Memorial

Das Holocaust Memorial liegt zwischen Meridian und Washington Ave, direkt am Dade Blvd. Wer lediglich als einfacher Urlauber auf der Suche nach Events und Action ist, wird hiervon höchstwahrscheinlich enttäuscht sein, denn das Mahnmal vermittelt in bedrückender Weise die Sinnlosigkeit und den Wahnsinn des Holocausts. Ein Symbol, das die Besucher trotz des wunderbaren Urlaubs für einen kurzen Moment zum Nachdenken bringt.

Der Besuch dieser Gedenkstätte verursacht mir immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke, derart bleibend ist der Eindruck, den ich dort erhielt. Die vielen eingravierten Namen und Skulpturen hinterlassen ihre Spuren und ermahnen uns, dass wir die Vergangenheit nie vergessen sollten.

Myth and Machine: The First World War in Visual Culture

http://www.wolfsonian.org/explore/exhibitions/myth-and-machine-first-world-war-visual-culture

Wenn man sich für Zeitdokumente aus Kriegszeiten interessiert, ist Myth and Machine auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier ist u. a. auch körperliche Fitness gefragt: Es sind etliche Etagen zu erklimmen, die viele Zeitungsberichte, Gemälde und Karikaturen bereithalten. Trotz der mehr oder minder sportlichen Tätigkeit hat sich der Besuch wirklich gelohnt.

South Beach

Eine leichte Sentimentalität erschleicht mich, wenn ich mir die Bilder nun anschaue. Unzählige Stunden habe ich am Strand verbrachte, habe im warmen Sand gesessen und den rauschenden Wellen gelauscht bin Kilometer weit mit dem Wasser um die Wette gelaufen, mehrere Stunden lang – Ausgediegene Aufenthalte am Strand kann ich jedem empfehlen, der endlich einmal zur Ruhe kommen möchte. Ich war wirklich wahnsinnig entspannt, etwas, das ich lange nicht mehr so intensiv empfunden habe.

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Bikesharing

Bikesharing – eine tolle Idee, wie ich finde. Überall in Miami kann man sich Fahrräder mieten und sie an einen der vielen Abgabestellen einfach wieder abstellen. Die Preise sind völlig in Ordnung, ich persönlich fand sie ziemlich human, wenn man bedenkt, dass man dadurch weitaus schneller vorwärts kommt. Auch wenn ich es anfangs gewöhnungsbedürftig fand, mit dem Rad zwischen all den großen Ami-Autos zu fahren, aber eine tolle Erfahrung war es auf jeden Fall.

Insgesamt gibt es 60 Ausleihstellen mit ungefähr 1000 Deco-Bikes (http://www.decobike.com/miamibeach) – bezahlt wird relativ simpel mit der Kreditkarte. Hier kann man sich die Preise anschauen (http://www.decobike.com/pricing). Ich selbst habe mir das Rad meistens für vier Stunden ausgeliehen, denn ich bin noch nie einen ganzen Tag lang Rad gefahren und da kein Schloss dabei ist, kann man es schwer irgendwo einfach mal abstellen, ohne es im Blick zu behalten.

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Adapter vergessen?

Falls es jemanden gibt, der wie ich den Reise-Adapter für die Geräte vergessen bzw. überhaupt nicht daran gedacht hat, vor Reiseantritt einen solchen zu besorgen, habe ich für euch einen Tipp, wo man diesen relativ günstig (für 13 Dollar) erwerben kann – ich möchte ja nicht, dass ihr den gleichen Fehler begeht wie ich. Ich habe dafür allerdings 21 Dollar bezahlt, weil ich es im erstbesten Foto- und Kamera-Geschäft in Miami Beach gekauft habe. Gleiches gilt in Bezug auf das USB-Kabel für meine Kamera.

Aber zu eurer Info: Bei Walgreens findet man den Adapter zu einem günstigeren Preis. Hiervon gibt es in Miami Beach einige Filialen; hier schon mal eine der Adressen:

6700 COLLINS AVE Miami Beach,
FL 33141305-861-6742 Store #1532
Collins & 67th Street

Reiseberichte von anderen

http://www.w-messerschmidt.de/wilfrms/florida_oasis/indexmiami.html

24 Stunden in Miami

Wart Ihr auch schon in Miami oder plant einen Urlaub dorthin? Habt Ihr Anmerkungen was man unbedingt beachten sollte? Dann ab damit in die Kommentare, ich freu mich auf Euer Feedback.

14 Kommentare

  • Anna sagt:

    Miami gehört auch zu meiner Liste der Traumreiseziele. Schönen Bericht hast du verfasst, die Fotos machen Fernweh. 🙂

    Herzlich,
    Anna

  • Sascha sagt:

    Ohhhh… ich will hin! Plane schon das nächste Jahr, und Miami stand auf der Liste 🙂

  • Jessica sagt:

    Ich als Streetart und Kunst-Fan muss mir wohl grade Miami mit auf meine USA Must-See Liste schreiben. Wow! Und übrigens: Deine Fotos machen so Fernweh! 🙂

    • Agnes Agnes sagt:

      Ja ich erliege auch öfters mal meinem Fernweh, wenn ich die Bilder so anschaue … noch mehr, wenn ich dann mitkriege, dass ich auf Arbeit sitze 😉

  • Stephie sagt:

    Kaum zu glauben. Ich war vor knapp vier Jahren mal im Rahmen meiner zweimonatigen Rundreise in Florida gemeinsam mit meinem Kleinkind in Miami und muss gestehen, mir hatte es so gar nicht gefallen. Die Stadt spiegelt sehr deutlich den Unterschued zwischen reich und arm. Miami Beach zeigt ganz klar und deutlich mit den vielen Yachten und den Posern, wie sehr Geld den Menschen veraendert waehrend die kleinen Gassen schmutzig und von Armut gepraegt sind. Wo ich dir aber auf jeden Fall recht gebe, ist das drumherum. Biscayne Park war toll, Key West und vir allem die Seven Mile Bridge ist ein tolles Erlebnis. Der Sonnenuntergang am Mallory Square mit all den tollen Menschen ist einer dieser Momente, die ich nie vergessen werde. Mein Fazit war damals, Miami ist nett aber Florida hat weitaus tollere Ecken zu bieten. Deine Bilder sind aber sehr toll. Danke dafuer

    • Agnes Agnes sagt:

      Ok da hast du natürlich Recht … die Unterschiede zwischen Reich & Arm bzw. zwischen Touristengebiet und abseits davon sind gravierend, die sind mir auch aufgefallen und ich habe komischerweise menschlich gesehen, die schönsten Erfahrungen auch abseits der Touristengebiete gemacht, aber trotzdem hat die Stadt mich irgendwie in ihren Bann gezogen, vielleicht oder gerade auch deswegen, weil es meine erste Reise alleine war …

  • Daniela sagt:

    Liebe Agnes,
    dank für die wirklich ausführliche Liste. Der Artikel ist wirklich klasse. Ein Freund von mir war mit 18 zum ersten Mal in Miami und ist da irgendwie “infiziert” worden. Seit dem fährt er jedes Jahr dahin und schwärmt mir immer einen vor. Ich bin schon viel gereist, aber Nordamerika reizt mich aus irgendeinem Grund nicht richtig. Dabei stelle ich doch fest, wenn ich sowas lese, dass es doch ganz cool sein muss. Die Fotos sprechen jedenfalls für sich.
    Liebe Grüße aus Berlin
    Daniela

  • Ich muss ja zugeben, dass mich Miami bisher nicht gereizt hat. Ich kann gar nicht genau sagen, warum nicht. Vielleicht, weil mir einfach nicht klar war, was die Stadt alles bietet. Deine Tipps und die wirklich tollen Fotos haben mein Bild der Stadt gerade gerückt… doch doch, Miami ist wohl tatsächlich sehr cool.

    Liebe Grüße
    Nicole

  • katja sagt:

    Das liest sich nach richtig coolen Tipps einer spannenden Stadt

  • Janet sagt:

    Vielen Dank für die vielen tollen Eindrücke und Tipps. Miami steht auf meiner Liste sehr weit oben und dieser Artikel hilft mir sehr.
    Liebe Grüße
    Janet

  • Eine Stadtrundfahrt durch Miami und Miami Beach habe ich noch nicht mitgemacht. Ich denke, dass man in sieben Stunden viel sieht. Mein Tipp für eine Miami Tour auf dem Wasser: mit dem Zodiac von Miami Beach nach Stiltsville. Das ist aufregend – und bei Seegang auch etwas holprig. Aber es lohnt sich besonders, weil man nur mit dieser Tour bis zu den Pfahlhäusern südlich von Key Biscayne kommt. Ein unvergessliches Erlebnis!

    • Agnes Agnes sagt:

      oh danke für den Tipp, das merk ich mir vor 🙂 – denn einmal Miami reicht sowieso nicht, es gab sovieles was ich hätte gern noch sehen wollen, nur die Zeit war eben doch begrenzt, die mir zur Verfügung stand.

  • Lisa sagt:

    Da bekommt man Lust auf mee (h) r. Ich war noch nicht dort, aber Little Havana reizt mich schon. Mal schauen, wann man es unterbringen kann!

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